Chatroulette zur Bundestagswahl

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Links & Lektüre aus Newsletter 09/2017 vom 21.09.2017

Das Chatroulette Diskutier mit mir bringt dich mit Menschen verschiedener politischer Meinungen ins Gespräch: in einem Chat unter vier Augen. Nachdem du dich einer Partei oder politischen Richtung zugeordnet hast, wirst du automatisch mit einer Person verbunden, deren Meinung möglichst weit von deiner entfernt ist. Antwortet dein Gegenüber nicht mehr, geht es mit einem Klick zum nächsten Gespräch – selbstverständlich alles anonym. Spannendes Projekt, dessen niederländisches Vorbild ganze 35.000 Gespräche vor der letzten Wahl angestoßen hat!

Bildquelle: Diskutier Mit Mir e.V.

Die Kneipenbox

Kneipenbox mit Bierdeckeln © die-offene-gesellschaft.de

Tipp aus Newsletter 06/2017 vom 28.07.2017

Bevor die Idee des WAS MACHEN-Newsletters geboren war, sind noch ganz andere Ansätze in unserem Brainstorming-Workshop entstanden: Ein „analoges“ Chatroulette, das teilnehmende Passanten nach dem Zufallsprinzip miteinander ins Gespräch bringt, ein digitaler Countdown-Wahlkalender, der mit Infos und Tipps zur Wahlbeteiligung animiert, die Fakten des Wahl-O-Mat  zur Bundestagswahl auf Bierdeckeln als Dialogstarter… . Manche Ideen fließen hier wieder ein, andere finden bisher keine Umsetzung. Um so schöner ist es, zu sehen, dass unterschiedliche Menschen völlig unabhängig voneinander auf ähnliche Ideen kommen. In der Kneipenbox, entwickelt von der Initiative Offene Gesellschaft, findet sich zum Beispiel die Bierdeckel-Idee wieder.

„Überall Gleichgesinnte. Wie langweilig ist das denn?“, „Stell Dir vor, Du bist Türsteherin der Nationen…“, „Voll dicht? Total zu? Oder offen für Diskussionen?“ – solche Fragen und Statements finden sich in dem Set für Lokale, Cafés und Restaurants, die den offenen Austausch in ihren Räumen fördern wollen. Neben Bierdeckeln bieten Türschild, Tischaufsteller und Aufkleber jede Menge Stoff für Diskussionen mit Freunden*innen, Fremden und zufälligen Tischnachbarn*innen: „Wir setzen uns zusammen und auseinander. Mit Respekt und Anteilnahme. Das macht eine offene Gesellschaft aus.“

Wir finden die Aktionsbox klasse und meinen, diese Bierdeckel gehören auf jeden Tisch und an jeden Tresen. Wenn ihr das auch so seht, dann empfehlt sie doch eurer Stammkneipe, erzählt der/dem Wirt*in eures Vertrauens davon oder postet den Bestell-Link auf die Facebookseite eures Lieblingscafés. Solltet ihr selbst hinter dem Tresen stehen, bestellt die Box einfach, damit kühle Getränke allerorts Platz auf diesen Gesprächsanregungen finden. Die Kneipenbox ist kostenfrei. Wer diese und weitere Aktionen der „Initiative Offene Gesellschaft“ gerne unterstützen möchte, kann das mit einer Spende tun.

ZUR KNEIPENBOX

 

Kneipenbox © die-offene-gesellschaft.de

Kneipenbox © die-offene-gesellschaft.de

Bildquelle: Kneipenbox © die-offene-gesellschaft.de

Ins Bewusstsein reden

Blogparade #DuBistDemokratie

Link & Lektüre aus Newsletter 02/2017 vom 04.05.2017

Auch wenn du kein eigenes Blog und/oder keine Kinder hast, es gibt 1.000 gute Gelegenheiten, um für die „Schönheit der Demokratie“ und das Wählen zu werben.
Darum greife die Idee der Blogparade #DuBistDemokratie auf und erzähle deinen Freund*innen, Nachbar*innen, Kolleg*innen – zum Beispiel beim gemeinsamen Essen – was dir das Leben in einer demokratischen Gesellschaft wert ist.

Debattierclubs und Köln spricht

 

Tipp aus Newsletter 01/2017 vom 20.04.2017

„Sich eine Demokratie ohne Diskurs vorstellen, das ist ähnlich albern wie ein Klavier ohne Tasten“, sagt Bundestagspräsident Norbert Lammert und bringt damit das Wesen unserer Gesellschaftsform auf den Punkt. Was es bedeutet, wenn der Diskurs nicht mehr stattfindet, erleben wir gerade vielerorts: Wahlen, vor denen die Opposition mundtot gemacht wird; Politiker*innen, die die Staatsmedien zu ihren Gunsten lenken.

„Eine Demokratie braucht Menschen, die kritische Fragen stellen. Menschen, die ihre Meinung sagen und sich mit den Meinungen anderer auseinandersetzen. Menschen, die zuhören und reden können. Menschen, die fair und sachlich debattieren.“  – Jugend debattiert

Diese Fähigkeiten scheinen uns ein ganzes Stück verloren gegangen zu sein, auch der neuen Technologiekonzerne wegen. Beeinflusst durch Facebook, Twitter & Co. verharren wir in unseren Filterblasen und nehmen die Meinungen Andersdenkender kaum mehr wahr.

Was liegt da näher, als die faire und sachliche Debatte wieder zu beleben – zum Beispiel im Debattierclub? Vorrangig an Hochschulen beheimatet, doch bei weitem nicht nur für Studierende bestimmt, gibt es inzwischen über 60 solcher Clubs, in denen rhetorische Fähigkeiten sowie Analyse- und Argumentationskompetenzen trainiert werden. Deswegen unser Tipp: Einfach mal das Stichwort „Debattierclub“ plus die nächstgelegene Stadt in eine Suchmaschine tippen oder im Verzeichnis des VDCHs nachsehen und beim nächsten Treffen vorbeischauen. Vorkenntnisse braucht man keine und es muss ja auch nicht gleich eine Debattierwettkampfkarriere draus werden.

Wenn du in deiner Nähe aber keinen Debattierclub hast, kannst du es wie die Kölner*innen machen. Die haben im vergangenen Jahr die Initiative Köln spricht gegründet und veranstalten einmal im Monat eine „demokratische Speakers’ Corner“. Am 1. Mai steht das erste Jubiläum an, das mit einem Festival der Demokratie am Aachener Weiher gefeiert wird. Warum den Feiertag nicht für einen Kölnbesuch nutzen, sich inspirieren lassen und etwas ähnliches in deiner Stadt oder Gemeinde starten? Die Veranstalter*innen von „Köln spricht“ unterstützen sicher gerne.

DEINEN DEBATTIERCLUB FINDEN

ZUR KÖLNER SPEAKERS‘ CORNER