Sachen sinnvoll spenden

Gerade zum Jahresbeginn misten viele Menschen aus und trennen sich von Dingen, die sie nicht mehr brauchen, jedoch noch gut funktionieren – und sich somit als Sachspende eignen. Nur wohin nun damit, wo kommen meine Sachen in gute Hände, die sie gebrauchen können? Altkleidercontainer sind oft, aber nicht immer eine gute Lösung, denn verschiedene Recherchen haben in den letzten Jahren aufgedeckt, dass häufig nur ein kleiner Teil der gespendeten Kleidung bei bedürftigen Menschen landet. Stattdessen wird ein Großteil verkauft, u.a. in Länder, deren lokale Textilindustrie dadurch massiv beeinflusst wird. Es ist kompliziert! Deswegen haben wir einige Quellen zusammengestellt, die etwas Orientierung beim Spenden geben.

Wohin damit?
Der Name ist Programm, denn dieses Online-Portal hilft dir dabei, in deiner Region die passende soziale Organisation zu finden, bei der du deine Sachspenden abgeben kannst. Das Prinzip ist simpel: Du wählst aus, was du spenden möchtest (Möbel, Spielzeug, Kleidung, Elektronik usw.), gibst deine Postleitzahl ein und erhältst eine Kartenübersicht gemeinnütziger Einrichtungen in deiner Umgebung. „Wohin damit?“ ist eine tolle, private non-profit Initiative und eine große Hilfe bei der Recherche vor dem Spenden!

WOHIN DAMIT?

 

FairWertung
Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten aussortierte Kleider zu spenden, allerdings ist das oft eine undurchsichtige Sache: Welche Organisation hinter dem Container um die Ecke steckt und was mit der Kleidung anschließend passiert, ist oft unklar.

Deswegen setzt sich FairWertung für Transparenz und Übersicht ein: Der Dachverband ist ein Zusammenschluss gemeinnütziger Kleidersammler aus ganz Deutschland. Alle Mitgliedsorganisationen verpflichten sich zur Einhaltung verschiedener Kriterien, die sicherstellen, dass die gesamten Spenden sowie die Erlöse aus dem Verkauf der Textilien für soziale und karitative Zwecke eingesetzt werden. Im Gegenzug dürfen diese Organisationen ihre Container und Abgabestellen mit dem Siegel von FairWertung kennzeichnen – eine gute Orientierungshilfe für Spender*innen. Über die Suchfunktion der Webseite findest du die nächste Abgabemöglichkeit in deiner Nähe:

ABGABEMÖGLICHKEIT FINDEN

 

Deutsche Kleiderstiftung – Altkleider per Paket spenden
Die Deutsche Kleiderstiftung (übrigens auch ein Mitglied von FairWertung) sammelt seit über 60 Jahren Altkleider, vor allem im Rahmen von kirchlichen Sammlungen. Neu ist, dass Kleidung nun auch per Postpaket gespendet werden kann – und zwar kostenlos! Dazu druckst du über die Webseite einfach einen Paketschein aus und schickst deine Spende ein. Möglich ist das schon ab 5 kg. Das ist vor allem praktisch, wenn es in deiner Nähe keinen Abgabeort gibt, an den du guten Gewissens spenden möchtest.

PAKETSCHEIN ANFORDERN

 

Oxfam Shops
In vielen deutschen Städten nehmen Oxfam Läden Sachspenden entgegen. Diese Secondhand-Waren wie Kleidung, Haushaltsgegenstände, Bücher, Medien und vieles mehr werden dort von ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen verkauft. Die erwirtschaftet Einnahmen kommen der entwicklungspolitische Arbeit von Oxfam Deutschland e.V. zugute. Die Oxfam Webseite und der Shop-Finder geben dir eine gute Übersicht, was du wo spenden kannst.

OXFAM SHOP IN DEINER NÄHE

 

Bücherpiraten – Kinder- und Jugendbücher spenden
Gut erhaltene Kinder- und Jugendbücher kannst du an die Bücherpiraten in Lübeck schicken. Der Verein betreut verschiedene Initiativen, die Kindern und Jugendlichen einen Zugang zu Geschichten und Literatur eröffnen möchten. Finanziert werden diese pädagogischen Projekte u.a. durch die Erlöse aus dem zugehörigen Benefiz-Buchladen des Vereins. Du kannst deine Bücher auf dem Postweg spenden oder persönlich vorbeibringen. Alle Details zur Bücherspende findest du auf der Webseite des Vereins.

BÜCHER SPENDEN

 

Bildquelle: © Makistock / Fotolia

Leben spenden

Tipp aus Newsletter 05/2017 vom 06.07.2017

Wenn wir unseren Mitmenschen helfen wollen, denken wir meistens an zwei Dinge: Zeit und Geld. Doch wir haben mehr zu geben – Blut, Stammzellen, Organe. Und es gibt wenig, mit dem wir so unmittelbar helfen und sogar Leben retten können.

Mal ehrlich, wenn ihr gesund seid, gibt es eigentlich keinen Grund, nicht Blut zu spenden. Die ganze Prozedur dauert circa eine Stunde, die tatsächliche Blutabnahme nur 10 Minuten. Alle Unsicherheiten, ob ihr als Spender*in geeignet seid, werden durch einen Fragebogen und ein fachärztliches Gespräch geklärt. Über alles weitere informiert die Webseite des DRK.

Noch einfacher könnt ihr euch als Stammzellenspender*in registrieren, um Menschen mit Blutkrebs zu helfen. Dafür bestellt ihr auf der Webseite der DKMS die berühmten Wattestäbchen, macht einen Wangenabstrich und schickt diesen zurück (dauert keine fünf Minuten). Solltet ihr irgendwann als Spender*in für eine erkrankte Person in Frage kommen, werden eure Stammzellen mit 80%iger Wahrscheinlichkeit über die Blutbahn und ohne Operation entnommen.

Am wenigsten Aufwand macht der Organspender-Ausweis. Auch den könnt ihr im Internet bestellen: Einfach ausfüllen und stets bei euch tragen. Viele Bürger*innen sind nicht zuletzt aufgrund der jüngsten Berichterstattung  immer noch zurückhaltend. Wir sagen: Jetzt erst recht!

Wenn ihr euch mit dem Thema Organspende intensiver beschäftigen möchtet, empfehlen wir als Sommerlektüre das Buch Die Lebenden reparieren von Maylis de Kerangal.

Dieser Tipp basiert auf einer Anregung von Judith. Vielen Dank dafür!

BLUTSPENDE-TERMIN FINDEN

 

Bildquelle: © DRK-Blutspendedienst

Finanzielles Engagement

Illustration zum Thema Spenden

Tipp aus Newsletter 03/2017 vom 24.05.2017

Als dritten Tipp wollen wir euch heute verschiedene Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung vorstellen. Viele politische, demokratiefördernde und soziale Initiativen sind auf Spenden angewiesen, hier einige konkrete Ideen, wie du einen finanziellen Beitrag leisten kannst:

Geld spenden 
Viele Organisationen könnten ohne Spenden nicht ihre wichtige Arbeit machen. Etablierte Initiativen wie z.B. die Heilsarmee, die im letzten Newsletter vorgestellten Tafeln und Brot für die Welt sind daher eine gute Anlaufstelle, wenn du Geld spenden möchtest. Darüber hinaus möchten wir dir zwei Dinge empfehlen: Das Spenden-Siegel des DZI (Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen) zeichnet seriöse Spendenorganisationen aus und bietet damit eine gute Orientierung für Spender*innen auf der Suche. Eine andere Möglichkeit, tolle Initiativen zu entdecken, ist die Online-Spendenplattform betterplace, die über 22.000 Projekte nutzen um Spenden zu sammeln. Uns gefällt besonders die Vielfalt der Initiativen und die einfache Bedienung: einmal angemeldet ist jede Spende nur einige Klicks entfernt.

Bonuspunkte schenken
Nicht Wenige stehen Bonusprogrammen kritisch gegenüber, aber Fakt ist: Viele Menschen sammeln Punkte beim Einkaufen und lösen diese dann wieder in Gutscheine ein. Bei einigen Programmen kann man die Punkte alternativ auch in Spenden für gemeinnützige Projekte umwandeln, Payback beispielsweise kooperiert mit der Online-Spendenplattform betterplace. Du kannst aus regionalen, nationalen internationalen Vorhaben auswählen, welchem deine Spende zugute kommen soll. Ziemlich einfach, finden wir! Wie du über Payback spenden kannst, erfährst du hier.

Projekte unterstützen
Die Idee des Crowdfundings ist ziemlich simpel: Viele Menschen unterstützen eine konkrete Idee oder ein Projekt finanziell und stemmen so eine Summe, die die Initiator*innen alleine nicht bewerkstelligen könnten. Über Plattformen wie Startnext haben bereits viele spannende Initiativen ihre Finanzierung (oder einen Teil dessen) gefunden, z.B. Kiron, die geflüchteten Menschen einen einfachen Zugang zu höherer Bildung ermöglichen wollen. Auch die bereits vorgestellten Kleiner 5 (siehe Tipp 2) wollen über eine Crowdfunding-Kampagne ihre Tätigkeit bis zur Bundestagswahl finanzieren, hier erfährst du, wie du spenden kannst. (PS: Wer noch tiefer in das Thema Crowdfunding einsteigen will: Die FAQs von Startnext geben einen guten Überblick.)

SPENDEN MIT BETTERPLACE