Politische Türgespräche

Türgespräch des Projekts Denkende Gesellschaft

Tipp aus Newsletter 07/2017 vom 21.08.2017

„Welche Werte sind Ihnen besonders wichtig?“ Angenommen jemand klingelt an deiner Tür, stellt sich kurz vor und dann diese Frage, was würdest du sagen? Würdest du überhaupt antworten? Erfreulicherweise gibt es Menschen, die das tun, denn das Team des Projekts Denkende Gesellschaft hat bereits über 200 solcher Gespräche geführt und es sollen noch mehr werden.

Hinter dem Projekt stehen die beiden ehemaligen Kommiliton*innen Annalena Rehkämper und Anh-Quân Nguyen sowie 50 Freiwillige. In direkten Gesprächen wollen sie das Interesse an Politik und die Wahlbeteiligung stärken. Anfang September wird das Team nach Anhalt fahren, denn hier im Wahlkreis 71 ist die Wahlbeteiligung deutschlandweit am niedrigsten. An Haustüren und auf Marktplätzen wird das Projektteam mit den Menschen über ihre Ideale und Erwartungen sprechen.

Und was antworten die Leute, wenn sie nach ihren Werten gefragt werden? „Familie, Freiheit, Toleranz, Solidarität“ erzählt Annalena Rehkämper im Interview auf jetzt.de. „Von da ausgehend fragen wir weiter: Wann wurde das wie gelebt? Wann haben sie es vermisst? Dann sind wir ganz schnell bei der konkreten Politik und der Frage, warum man sich daran beteiligen muss.“

Wenn du das „Projekt Denkende Gesellschaft“ gerne unterstützen möchtest, gibt es dafür folgende Möglichkeiten: Zum einen werden noch engagierte Mitmacher*innen gesucht (mehr Infos dazu auf der Projektwebseite). Zum anderen kannst du deiner Familie, deinen Freund*innen und Bekannten von dem Projekt erzählen und es so bekannter machen. Noch wirksamer kannst du das Projekt zurzeit mit Spenden für den 10-Tage-Einsatz vor Ort unterstützen.

PROJEKT UNTERSTÜTZEN

Bildquelle: © Projekt Denkende Gesellschaft

Wahlhelfer*in werden

Illustration zu Wahlhelfer*in zur Bundestagswahl

Tipp aus Newsletter 06/2017 vom 28.07.2017

„Wahltage sind Festtage der Demokratie“, sagt Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert. Glücklicherweise können wir sie für so selbstverständlich nehmen, dass wir uns häufig gar nicht bewusst sind, welch organisatorischen Aufwand so eine Wahl mit sich bringt. 500.000 bis 600.000 Menschen sorgen dafür, dass wir in einem der ca. 90.000 Wahllokale unsere Stimmen abgeben können, die bis zum Ende des Wahltages inklusive aller Briefwahlstimmen ausgezählt sind.

Wahlhelfer*in ist in Deutschland ein Ehrenamt und eine staatsbürgerliche Pflicht. Wer als Wahlhelfer*in berufen wird, darf nur aus wichtigen Gründen ablehnen. Wir sagen: Als Wahlhelfer*in eine Wahl zu ermöglichen ist ein staatsbürgerliches Privileg. Einen Tag zu investieren, um Menschen persönlich dabei zu helfen, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen, scheint uns eine großartige Möglichkeit den eigenen Bezug zur Demokratie zu stärken.

Um Wahlhelfer*in zu werden, wendest du dich einfach an deine Gemeinde. Weitere Informationen dazu findest du in der Regel auf der Webseite deiner Orts- oder Stadtregierung.

INFOS FÜR WAHLHELFER*INNEN

Was machen für mehr Bildungsgerechtigkeit

Straßengraffiti: „Von hier aus in die Zukunft“

Tipp aus Newsletter 06/2017 vom 28.07.2017

Die Erkenntnis ist alles andere als neu und bleibt leider trotzdem aktuell: In Deutschland entscheidet die soziale Herkunft über den Bildungserfolg. Der Selektionsmechanismus beginnt (spätestens) in der Schule und setzt sich an der Uni ungebremst fort, wie ZEIT Campus jüngst wieder bestätigte. Keine Frage, das ist falsch, denn „Bildung ist ein menschliches Grundrecht“, wie das Weltbildungsforum im Jahr 2000 erklärte. „Sie ist der Schlüssel zu nachhaltiger inner- und zwischenstaatlicher Entwicklung, Frieden und Stabilität und somit unverzichtbares Mittel für eine erfolgreiche Beteiligung an den Gesellschaften und Ökonomien des 21. Jahrhunderts (…).“

Wenn du etwas gegen diese Ungerechtigkeit tun willst, möchten wir dir zwei Initiativen ans Herz legen:

Rock your life! unterstützt Schüler*innen aus sozial, familiär oder wirtschaftlich benachteiligten Familien dabei, ihr Potential zu entfalten und ihre Kompetenzen sowie beruflichen und/oder akademischen Perspektiven weiterzuentwickeln. Hierbei kannst du sie in ihren letzten zwei Schuljahren als Coach begleiten:

MENTOR*IN BEI ROCK YOUR LIFE!

Das gemeinnützige Sozialunternehmen ArbeiterKind.de unterstützt Schüler*innen aus nicht-akademischen Herkunftsfamilien auf dem Weg an die Universität. Als Mentor*in kannst du an Schulen, auf Messen, vor Ort oder im Internet von deiner eigenen Bildungsbiographie erzählen und über die Möglichkeiten und Chancen eines Studiums:

MENTOR*IN BEI ARBEITERKIND.DE

Wenn Coach oder Mentor*in keine Optionen für dich sind, kannst du dich hier wie dort auch mit deinem Wissen, Organisationstalent, mit Räumlichkeiten, Geld- oder Sachspenden einbringen.

Bildquelle: © Tanja-Denise Schantz via pixabay.com

Die Kneipenbox

Kneipenbox mit Bierdeckeln © die-offene-gesellschaft.de

Tipp aus Newsletter 06/2017 vom 28.07.2017

Bevor die Idee des WAS MACHEN-Newsletters geboren war, sind noch ganz andere Ansätze in unserem Brainstorming-Workshop entstanden: Ein „analoges“ Chatroulette, das teilnehmende Passanten nach dem Zufallsprinzip miteinander ins Gespräch bringt, ein digitaler Countdown-Wahlkalender, der mit Infos und Tipps zur Wahlbeteiligung animiert, die Fakten des Wahl-O-Mat  zur Bundestagswahl auf Bierdeckeln als Dialogstarter… . Manche Ideen fließen hier wieder ein, andere finden bisher keine Umsetzung. Um so schöner ist es, zu sehen, dass unterschiedliche Menschen völlig unabhängig voneinander auf ähnliche Ideen kommen. In der Kneipenbox, entwickelt von der Initiative Offene Gesellschaft, findet sich zum Beispiel die Bierdeckel-Idee wieder.

„Überall Gleichgesinnte. Wie langweilig ist das denn?“, „Stell Dir vor, Du bist Türsteherin der Nationen…“, „Voll dicht? Total zu? Oder offen für Diskussionen?“ – solche Fragen und Statements finden sich in dem Set für Lokale, Cafés und Restaurants, die den offenen Austausch in ihren Räumen fördern wollen. Neben Bierdeckeln bieten Türschild, Tischaufsteller und Aufkleber jede Menge Stoff für Diskussionen mit Freunden*innen, Fremden und zufälligen Tischnachbarn*innen: „Wir setzen uns zusammen und auseinander. Mit Respekt und Anteilnahme. Das macht eine offene Gesellschaft aus.“

Wir finden die Aktionsbox klasse und meinen, diese Bierdeckel gehören auf jeden Tisch und an jeden Tresen. Wenn ihr das auch so seht, dann empfehlt sie doch eurer Stammkneipe, erzählt der/dem Wirt*in eures Vertrauens davon oder postet den Bestell-Link auf die Facebookseite eures Lieblingscafés. Solltet ihr selbst hinter dem Tresen stehen, bestellt die Box einfach, damit kühle Getränke allerorts Platz auf diesen Gesprächsanregungen finden. Die Kneipenbox ist kostenfrei. Wer diese und weitere Aktionen der „Initiative Offene Gesellschaft“ gerne unterstützen möchte, kann das mit einer Spende tun.

ZUR KNEIPENBOX

 

Kneipenbox © die-offene-gesellschaft.de

Kneipenbox © die-offene-gesellschaft.de

Bildquelle: Kneipenbox © die-offene-gesellschaft.de

Ein Sommer für die Demokratie

Barcamp Themenboard © savedemocracy.camp

Tipp aus Newsletter 05/2017 vom 06.07.2017

Die Sommerferien stehen kurz bevor – und ihr habt keinen Plan? Eher unwahrscheinlich. Doch vielleicht gibt es noch die ein oder andere Lücke im Kalender oder ihr sucht noch den „Retreat“ der besonderen Art? Dann haben wir etwas Passendes für euch: Überall im Land finden diesen Sommer (im Vorfeld der Bundestagswahl) Arbeits- und Aktionstage für die Demokratie statt!

Am Samstag, den 15. Juli 2017 ist das Save Democracy Summer Camp im betahaus in Hamburg. Von 11 bis 16.30 Uhr könnt ihr euch in Workshops im Bereich Design Thinking, strategische Kommunikation oder „Marketing und Social Media für kleines Budget“ weiterbilden, interessanten Talks lauschen oder mitdiskutieren, Projekte kennenlernen oder neu entwickeln und viele tolle Leute kennenlernen.

MITMACHEN

Was muss sich in Deutschland ändern? Über diese Frage will die Süddeutsche Zeitung mit Leser*innen und Nicht-Leser*innen reden und hat darum das Democracy Lab ins Leben gerufen. Zum Projekt gehört der Plakat-Generator, mit dessen Hilfe alle (Nicht-)Leser*innen ihre Meinung plakativ einbringen können. Außerdem tourt seit dem 27. Juni der Lab-Bus durch die Republik und lädt allerorts zur demokratischen Ideenfindung ein.

MITREDEN

Die Jugendinitiative DEMO will den Juli, August und September in drei DEMOnische Monate verwandeln und lädt alle und jede*n ein, sich allerorts mit einer Idee einzubringen: ob öffentliche Tafeln oder offene Workshops, Spontankonzerte oder Tanzaktionen – jedes Format ist gefragt. Hauptsache es geht offen, fair und froh zu.

MITGESTALTEN

Wenn eure Sommerferien schon verplant sind und ihr im Urlaub oder auf Reisen in der EU seid, hat Pulse of Europe (PoE) eine schöne Idee: Haltet euren europäischen Moment fest oder fotografiert euch mit einem EU-Symbol. Buttons, Autoaufkleber, Armbänder, Fähnchen usw. bekommt ihr bei Pulse of Europe in eurer Region. Das Foto schickt ihr an facebook@pulseofeurope.eu. Die Initiative wird alle Bilder in Form einer großen Collage veröffentlichen.

PoE IN DEINER NÄHE

 

Bildquelle: © savedemocracy.camp

Parteimitglied werden

Illustration zum Thema „Parteimitglied werden“

Tipp aus Newsletter 05/2017 vom 06.07.2017

Hast du auch schon mal mit dem Gedanken gespielt, einer Partei beizutreten, bist dir aber nicht sicher, ob das der richtige Weg für dich ist? Keine Frage, Parteiarbeit ist kein Zuckerschlecken. Es braucht Geduld und ein nicht unbedeutendes Maß an Eigenmotivation, um dabeizubleiben. Doch wer über Durchhaltevermögen verfügt und sich von dem hohen Altersdurchschnitt vieler Parteien nicht abschrecken lässt, hat die Chance, wirklich etwas zu bewegen – besonders in der Lokalpolitik.

„In Volksparteien sammeln sich viele, mit unterschiedlichen Interessen, unterschiedlicher Herkunft, einigen sich auf etwas Gemeinsames und haben dann die Kraft, das auch umzusetzen. Eigentlich genial“, findet Lars Castellucci, „müsste man heute wieder erfinden, wenn’s die noch nicht gäbe.“

Und die Parteien freuen sich über motivierte Neumitglieder, denn es fehlt überall an Nachwuchs. Den Mitgliedsantrag kannst du bei fast allen größeren Parteien online ausfüllen und direkt absenden. Die Beiträge sind von Partei zu Partei verschieden und abhängig vom Einkommen. Dieser Artikel auf Bento gibt eine gute Übersicht und liefert konkrete, parteibezogene Zahlen – oder direkt bei den Parteien nachschauen: Bündnis 90/Die GrünenCDUDie LinkeFDPSPD.

MEHR ZUM PARTEIBEITRITT

Leben spenden

Tipp aus Newsletter 05/2017 vom 06.07.2017

Wenn wir unseren Mitmenschen helfen wollen, denken wir meistens an zwei Dinge: Zeit und Geld. Doch wir haben mehr zu geben – Blut, Stammzellen, Organe. Und es gibt wenig, mit dem wir so unmittelbar helfen und sogar Leben retten können.

Mal ehrlich, wenn ihr gesund seid, gibt es eigentlich keinen Grund, nicht Blut zu spenden. Die ganze Prozedur dauert circa eine Stunde, die tatsächliche Blutabnahme nur 10 Minuten. Alle Unsicherheiten, ob ihr als Spender*in geeignet seid, werden durch einen Fragebogen und ein fachärztliches Gespräch geklärt. Über alles weitere informiert die Webseite des DRK.

Noch einfacher könnt ihr euch als Stammzellenspender*in registrieren, um Menschen mit Blutkrebs zu helfen. Dafür bestellt ihr auf der Webseite der DKMS die berühmten Wattestäbchen, macht einen Wangenabstrich und schickt diesen zurück (dauert keine fünf Minuten). Solltet ihr irgendwann als Spender*in für eine erkrankte Person in Frage kommen, werden eure Stammzellen mit 80%iger Wahrscheinlichkeit über die Blutbahn und ohne Operation entnommen.

Am wenigsten Aufwand macht der Organspender-Ausweis. Auch den könnt ihr im Internet bestellen: Einfach ausfüllen und stets bei euch tragen. Viele Bürger*innen sind nicht zuletzt aufgrund der jüngsten Berichterstattung  immer noch zurückhaltend. Wir sagen: Jetzt erst recht!

Wenn ihr euch mit dem Thema Organspende intensiver beschäftigen möchtet, empfehlen wir als Sommerlektüre das Buch Die Lebenden reparieren von Maylis de Kerangal.

Dieser Tipp basiert auf einer Anregung von Judith. Vielen Dank dafür!

BLUTSPENDE-TERMIN FINDEN

 

Bildquelle: © DRK-Blutspendedienst

Lerne deine Nachbarschaft kennen

„Bitte stören“-Doorhanger an Türknauf

Tipp aus Newsletter 04/2017 vom 15.06.2017

Es ist vor allem ein Großstadtphänomen: Man lebt mit vielen Menschen unter einem Dach – und kennt sie kaum. Über das freundliche „Hallo!“ im Treppenhaus kommt man meistens nicht hinaus. Was geschieht, wenn man es anders macht und einfach mal bei den Nachbar*innen klingelt, darüber hat Lena Steeg in DIE ZEIT geschrieben.

Auch die Künstlerin Candy Chang hat sich Gedanken darüber gemacht, wie man mit den Nachbar*innen ins Gespräch kommen könnte und ist dabei auf eine Idee gekommen, die die meisten aus Hotels kennen – dem Türanhänger. Wir haben eine deutsche Adaption des Nachbarschafts-Türanhängers gebaut: einfach runterladen, ausschneiden, zusammenkleben und ab an die Tür damit! Das Schlimmste, was passieren kann: Jemand klingelt. 😉

TÜRANHÄNGER HERUNTERLADEN

Youvo – „You create. You volunteer.“

„I want to change the world! But I'm only good at Photoshop.“ © youvo.org

Tipp aus Newsletter 04/2017 vom 15.06.2017

Die Engagement-Plattform für Kreative youvo „verbindet Menschen miteinander, die sich gegenseitig unterstützen wollen und schafft eine Brücke zwischen der Kreativ- und Digitalszene und dem sozialen Sektor.“

Gegründet wurde das Social-Startup vor vier Jahren von sechs Kommiliton*innen an der Universität der Künste in Berlin, mit dem Ziel, Kreative und soziale Organisationen zusammenzubringen, die Unterstützung bei der Digitalisierung oder Öffentlichkeitsarbeit benötigen. Für die auf youvo ausgeschrieben Pro-Bono-Aufträge wird das gesamte Spektrum crossmedialer Kreativleistungen gesucht: zum Beispiel die Entwicklung eines Logos, einer Broschüre oder eines Imagefilms, Erstellung von PR-Fotos, die Überarbeitung oder technische Umsetzung einer Webseite oder auch Konzeptions-, Strategie-, Textarbeit.

Die Projekte bleiben dabei in einem zeitlich überschaubaren Rahmen: „Wir möchten mit youvo gute Kommunikation dort ermöglichen, wo sie ansonsten nicht möglich ist. Dabei ist es uns besonders wichtig, dass niemand ausgebeutet wird.“

Das youvo-Team wählt die vorgeschlagenen Projekte aus und ermittelt gemeinsam mit den dahinter stehenden Nonprofit-Organisationen (NGO) den Bedarf und die Aufgabenstellung. Wenn du Kreativschaffende*r bist und dich gerne engagieren möchtest, erhältst du als registriertes Community-Mitglied Einblick in die Kurzbriefings mit allen wichtigen Eckdaten sowie Deadline und Zeitaufwand. Auch während der Umsetzung steht das youvo-Team NGOs und Kreativen weiterhin zur Seite.

Bereits mehr als 200 Projekte konnten so über die Plattform vermittelt werden und die meisten sind auf der Webseite dokumentiert.

MITMACHEN

 

 

Bildquelle: © youvo e.V.

Für Facebook ohne Hass und Hetze

Titelbild Facebookgruppe #ichbinhier

Tipp aus Newsletter 04/2017 vom 15.06.2017

„Don’t read the comments“ (Lies nicht die Kommentare) lautet eine alte Regel im Internet, die nicht eben für eine gute Diskussionskultur steht. In den letzten Jahren hat sich diese noch einmal mehr verschlechtert. Zu Beschimpfungen und Falschmeldungen kommen immer häufiger Vergewaltigungs- und Morddrohungen. Inzwischen wissen wir, dass der Hass oft gezielt organisiert ist. Facebook und andere soziale Medien verweigern, sich des Problems ernsthaft anzunehmen. Deswegen wurde es Zeit, selbst aktiv zu werden.

Das dachte sich auch Hannes Ley aus Hamburg und hat, inspiriert von einer schwedischen Kampagne, die Initiative #ichbinhier ins Leben gerufen. Herz der Aktionsgruppe ist eine geschlossene Facebook-Gruppe mit inzwischen fast 35.000 Mitgliedern. In der Gruppe werden insbesondere solche Medienbeiträge geteilt, in denen die Kommentare aus dem Ruder laufen. Einige Gruppenmitglieder schalten sich dann mit sachlichen Argumenten in die Diskussion ein und markieren diese jeweils mit #ichbinhier, andere „liken“ diese Argumente, um sie sichtbarer zu machen. „Wir zielen auf die vielen stillen Mitleser ab, die Unentschlossenen“, sagt Ley im Spiegel. „Der Hass ist im Netz so allgegenwärtig geworden, dass manche denken, es ist normal, so etwas zu schreiben.“

Wenn ihr bei #ichbinhier mitmachen wollt, könnt ihr die Mitgliedschaft einfach in der Aktionsgruppe auf Facebook beantragen. Genauere Informationen findest du auf der Infoseite. Wer die Aktion gut findet, kann für #ichbinhier beim Grimme Online Award abstimmen und wer Programmier-Fähigkeiten besitzt, kann der Initiative auch bei ein paar technischen Herausforderungen unter die Arme greifen.

ZUR #ICHBINHIER GRUPPE

 

Bildquelle: © Facebookgruppe #ichbinhier