Wahlhelfer*in werden

Illustration zu Wahlhelfer*in zur Bundestagswahl

Tipp aus Newsletter 06/2017 vom 28.07.2017

„Wahltage sind Festtage der Demokratie“, sagt Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert. Glücklicherweise können wir sie für so selbstverständlich nehmen, dass wir uns häufig gar nicht bewusst sind, welch organisatorischen Aufwand so eine Wahl mit sich bringt. 500.000 bis 600.000 Menschen sorgen dafür, dass wir in einem der ca. 90.000 Wahllokale unsere Stimmen abgeben können, die bis zum Ende des Wahltages inklusive aller Briefwahlstimmen ausgezählt sind.

Wahlhelfer*in ist in Deutschland ein Ehrenamt und eine staatsbürgerliche Pflicht. Wer als Wahlhelfer*in berufen wird, darf nur aus wichtigen Gründen ablehnen. Wir sagen: Als Wahlhelfer*in eine Wahl zu ermöglichen ist ein staatsbürgerliches Privileg. Einen Tag zu investieren, um Menschen persönlich dabei zu helfen, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen, scheint uns eine großartige Möglichkeit den eigenen Bezug zur Demokratie zu stärken.

Um Wahlhelfer*in zu werden, wendest du dich einfach an deine Gemeinde. Weitere Informationen dazu findest du in der Regel auf der Webseite deiner Orts- oder Stadtregierung.

INFOS FÜR WAHLHELFER*INNEN

Was machen für mehr Bildungsgerechtigkeit

Straßengraffiti: „Von hier aus in die Zukunft“

Tipp aus Newsletter 06/2017 vom 28.07.2017

Die Erkenntnis ist alles andere als neu und bleibt leider trotzdem aktuell: In Deutschland entscheidet die soziale Herkunft über den Bildungserfolg. Der Selektionsmechanismus beginnt (spätestens) in der Schule und setzt sich an der Uni ungebremst fort, wie ZEIT Campus jüngst wieder bestätigte. Keine Frage, das ist falsch, denn „Bildung ist ein menschliches Grundrecht“, wie das Weltbildungsforum im Jahr 2000 erklärte. „Sie ist der Schlüssel zu nachhaltiger inner- und zwischenstaatlicher Entwicklung, Frieden und Stabilität und somit unverzichtbares Mittel für eine erfolgreiche Beteiligung an den Gesellschaften und Ökonomien des 21. Jahrhunderts (…).“

Wenn du etwas gegen diese Ungerechtigkeit tun willst, möchten wir dir zwei Initiativen ans Herz legen:

Rock your life! unterstützt Schüler*innen aus sozial, familiär oder wirtschaftlich benachteiligten Familien dabei, ihr Potential zu entfalten und ihre Kompetenzen sowie beruflichen und/oder akademischen Perspektiven weiterzuentwickeln. Hierbei kannst du sie in ihren letzten zwei Schuljahren als Coach begleiten:

MENTOR*IN BEI ROCK YOUR LIFE!

Das gemeinnützige Sozialunternehmen ArbeiterKind.de unterstützt Schüler*innen aus nicht-akademischen Herkunftsfamilien auf dem Weg an die Universität. Als Mentor*in kannst du an Schulen, auf Messen, vor Ort oder im Internet von deiner eigenen Bildungsbiographie erzählen und über die Möglichkeiten und Chancen eines Studiums:

MENTOR*IN BEI ARBEITERKIND.DE

Wenn Coach oder Mentor*in keine Optionen für dich sind, kannst du dich hier wie dort auch mit deinem Wissen, Organisationstalent, mit Räumlichkeiten, Geld- oder Sachspenden einbringen.

Bildquelle: © Tanja-Denise Schantz via pixabay.com

Youvo – „You create. You volunteer.“

„I want to change the world! But I'm only good at Photoshop.“ © youvo.org

Tipp aus Newsletter 04/2017 vom 15.06.2017

Die Engagement-Plattform für Kreative youvo „verbindet Menschen miteinander, die sich gegenseitig unterstützen wollen und schafft eine Brücke zwischen der Kreativ- und Digitalszene und dem sozialen Sektor.“

Gegründet wurde das Social-Startup vor vier Jahren von sechs Kommiliton*innen an der Universität der Künste in Berlin, mit dem Ziel, Kreative und soziale Organisationen zusammenzubringen, die Unterstützung bei der Digitalisierung oder Öffentlichkeitsarbeit benötigen. Für die auf youvo ausgeschrieben Pro-Bono-Aufträge wird das gesamte Spektrum crossmedialer Kreativleistungen gesucht: zum Beispiel die Entwicklung eines Logos, einer Broschüre oder eines Imagefilms, Erstellung von PR-Fotos, die Überarbeitung oder technische Umsetzung einer Webseite oder auch Konzeptions-, Strategie-, Textarbeit.

Die Projekte bleiben dabei in einem zeitlich überschaubaren Rahmen: „Wir möchten mit youvo gute Kommunikation dort ermöglichen, wo sie ansonsten nicht möglich ist. Dabei ist es uns besonders wichtig, dass niemand ausgebeutet wird.“

Das youvo-Team wählt die vorgeschlagenen Projekte aus und ermittelt gemeinsam mit den dahinter stehenden Nonprofit-Organisationen (NGO) den Bedarf und die Aufgabenstellung. Wenn du Kreativschaffende*r bist und dich gerne engagieren möchtest, erhältst du als registriertes Community-Mitglied Einblick in die Kurzbriefings mit allen wichtigen Eckdaten sowie Deadline und Zeitaufwand. Auch während der Umsetzung steht das youvo-Team NGOs und Kreativen weiterhin zur Seite.

Bereits mehr als 200 Projekte konnten so über die Plattform vermittelt werden und die meisten sind auf der Webseite dokumentiert.

MITMACHEN

 

 

Bildquelle: © youvo e.V.

Über den Tellerrand

In der mobilen Küche von kitchen on the run, © Über den Tellerrand e.V.

Tipp aus Newsletter 02/2017 vom 04.05.2017

Rat und Rezepte fürs demokratie- und gemeinwohlstärkende Tafeln gibt Über den Tellerrand. Das in Berlin gegründete, überregional tätige Sozialunternehmen hat bereits drei Kochbücher von und mit geflüchteten Menschen herausgegeben: Rezepte für ein besseres Wir vereint Gerichte aus aller Welt und erzählt dabei von einer Gesellschaft, die zusammenwächst. Eine Prise Heimat ist die gelungene Kombination aus Sterne- und Weltküche.

Neben Büchern bietet „Über den Tellerrand“ auch Kochkurse mit Köch*innen aus aller Welt an – nicht nur in Berlin, sondern auch da, wo du bist. In diesem Sommer tourt das Team – dank großzügiger Crowd-Unterstützung – außerdem mit ihrem Küchencontainer durch deutsche Kleinstädte und lädt unter dem Motto Next Stop: Heimat jeden Abend Geflüchtete und Beheimatete zum gemeinsamen Kochen, Tafeln und Kennenlernen ein.

„ÜBER DEN TELLERRAND“ IN DEINER NÄHE

 

 

Bildquelle: © Frank Seibert für kitchen on the run , Projekt von „Über den Tellerrand e.V.“

Mitmachen und helfen bei der Tafel

Essensausgabe bei der Tafel, © Dagmar Schwelle für Bundesverband Deutsche Tafel e.V.

Tipp aus Newsletter 02/2017 vom 04.05.2017

Unsere Demokratie lebt mit vom Engagement jeder/jedes Einzelnen – und das betrifft nicht nur Politik. Es gibt vielfältige Möglichkeiten, sich gesellschaftlich einzubringen und einen Teil seiner Zeit zu spenden: Naturschutzprojekte, Flüchtlingshilfe, Feuerwehr, Telefonseelsorge, Nachbarschaftshilfe, Sportvereine, Kirchengemeinden, … Wir möchten euch heute die Tafel ans Herz legen.

In Deutschland werden täglich Tonnen von Lebensmitteln vernichtet. Gleichzeitig haben viele Menschen nicht genug zu essen. Das Anliegen der bundesweit aktiven Tafel ist es, überschüssige, qualitativ einwandfreie Lebensmittel vor der Vernichtung zu bewahren und an Bedürftige weiterzugeben. Dafür braucht es viele helfende Hände.

Gesucht werden in der Regel Helfer*innen für die Lebensmittelsortierung und -verteilung sowie Fahrer*innen zur Abholung der Lebensmittelspenden. Als Fahrer*in brauchst du einen Führerschein und solltest körperlich fit sein. Für die Lebensmittelausgabe braucht es vor allem Freude am Umgang mit Menschen.

Am besten schaust du auf der Webseite des Bundesverbandes nach einer Tafel in deiner Nähe und erfragst bei den dort genannten Ansprechpartner*innen, welche Unterstützung vor Ort benötigt wird.

Wie viel Zeit du einbringst, hängt davon ab, welche Aufgabe du bei der Tafel übernimmst und was du investieren möchtest. Von 2 bis 20 Stunden wöchentlich ist alles möglich. Auch ein anderer Rhythmus ist nach Absprache machbar.

Auch Geldspenden an die Tafel sind möglich. Du kannst – einmalig oder regelmäßig – an den Bundesverband spenden oder direkt an eine Tafel bei dir vor Ort. Daneben findest du auf dieser Liste eine Reihe weiterer Möglichkeiten, wie du die Tafel einfach und schnell unterstützen kannst.

Die Berliner Tafel hat ein schönes Video erstellt, das einen guten Einblick in die ehrenamtliche Arbeit bei der Tafel bietet.

TAFEL VOR ORT FINDEN

 

 

Bildquelle: © Dagmar Schwelle für Bundesverband Deutsche Tafel e.V.

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